Berlin 2015: Ein Paradies für Immobilienkonzerne. Die Mieten steigen scheinbar ohne Ende und ohne wirkungsvolle Begrenzungen. Wärmedämmsanierungen setzen die spärlichen Rechte und Einspruchmöglichkeiten, die die Mieter_innen dieser Stadt überhaupt noch haben, unter dem Deckmantel angeblicher pseudo-ökologischer Energieeinsparungen außer Kraft. Wer versucht, eine neue Wohnung zu finden, kommt schnell der Verzweiflung nahe. Mehr und mehr Menschen müssen einen Großteil ihres häufig dürftigen Einkommens in die Miete investieren.
Auf der einen Seite rollt der ganz dicke Euro, auf der anderen Seite sehen sich zunehmend mehr Menschen mit existenziellen Problemen konfrontiert und sind von Zwangsumzügen und von Verdrängung bedroht. Die soziale Infrastruktur ganzer Kieze ist nachhaltig gefährdet.
So auch in unserer Nachbarschaft zwischen Landwehrkanal und Hermannplatz. Doch auch hier gibt es aktuell mehrere kämpferische Orte und zusammenhaltende Hausgemeinschaften, die sich zum Glück nicht einfach alles gefallen lassen. Ihre Fälle sind beispielhaft für die große Fehlentwicklung einer einst spannenden Stadt und ihre Kämpfe ähneln denen vieler anderer Menschen in Berlin. Sie haben unsere geballte Solidarität verdient:

  • Allmende e.V.: Dem „Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur“ am Kottbusser Damm 25-26 wurde gekündigt und die Vereinsräume sollen am 27.März zwangsgeräumt werden. (siehe: http://allmendeberlin.de)
  • Hobrecht40 und „WildeWeser“: Die Firma „Berlin Aspire Real Estate“ nervt die Bewohner_innen und versucht auf krummen Wegen die Umwandlung in Eigentumswohnungen durchzusetzen. (siehe: http://hobrechtstrasse40.blogsport.de und http://wildeweser.blogsport.de)
  • Friedel54 und Fulda53: Die „Citec Immo Invest GmbH“ versucht mit zum Teil rabiaten Methoden ungewünschte “Wärmedämmverbundsysteme” und überteuerte „überdachte Müllplatzflächen“ durchzusetzen und damit die Mieten (im ersten Schritt!) um bis zu 70% zu erhöhen. (siehe: http://friedelstrasse54.blogsport.eu)

Wir wollen mit dieser Kiez-Demo die Menschen unterstützen, die sich konkret gegen die akuten Schweinereien in dieser Stadt wehren und darüber hinaus andere Menschen dazu ermutigen, sich selbst zu organisieren.
Nur wer kämpft, kann auch gewinnen!