Friede, Freude, Hakkefleisch!

Die Fuckparade startet am Samstag, 25. August 2012, um 15:00 Uhr beim
Mauerpark in der Eberswalder Straße und zieht von dort zum
Spreewaldplatz bei der Wiener Straße in Kreuzberg. Zentrales Anliegen
der Demonstration „Fuckparade“ ist der Protest gegen eine Politik, die
Verdrängung von gewachsenen (Sub-)Kulturen zugunsten eines hemmungslosen
Gewinnstrebens und Prestigedenkens nach sich zieht. Auf dem Flyer heißt
es deshalb:

„Nein, wir sind noch nicht vertrieben, verdrängt und vernichtet. Wir
stehen noch fest auf dem Boden unserer Überzeugung, Party zu machen wann
und wo wir wollen, so lange niemand in seiner persönlichen Entfaltung
eingeschränkt wird. Aber natürlich gehen wir mit offenen Augen durch die
Stadt und sehen die Scheiße, die uns jedes Jahr dazu antreibt eine
Fuckparade durchzuführen.

Da gibt es den Mauerpark. Ein wunderbarer Treffpunkt der seit dem
Mauerfall vor allem abends und an Wochenendtagen intensiv genutzt wird.
Doch nun ist die Musik zu laut, der Müll zu viel und Hippies, Punks und
andere Berliner im Weg für überteuerte Eigentumswohnungen.

Wir sehen das Tacheles mit einem illegal zugemauerten Eingang und
abgestellten Wasser. Die rechtsfreien Methoden der Besitzer werden die
letzte Schar aufrechter Aktivisten aber nicht in die Knie zwingen. Wir
wehren uns gegen die stückweise Zersetzung des Kulturzentrums Tacheles
durch Investoren und Senat.

Wir brauchen auch keine GEMA und keine Tarifreform. Wir rufen alle Künstler auf, aus der GEMA auszutreten. Schließlich kommt die neue
Gebührenordnung einem Abrisskommando für Sub- und Clubkultur gleich. Und
wer bei der Organisation einer Party in Zukunft nicht bankrott gehen
will, kann nur noch GEMA-freie Musik spielen.

Unsere Unterstützung gilt allen bedrohten, geräumten oder sonst wie von
Verdrängung und Willkür betroffenen Projekten. Stellvertretend und ohne
Anspruch auf Vollständigkeit seien genannt: Bunker, Eimer, Tacheles,
Teknival, Easttek und Czechtek, Schwarzer Kanal, Köpi, New Yorck und
Bethanien, Brunnenstraße 183, Schlosswiese, Yaam, SO36, Knaack, Icon,
Schokoladen, Tresor an der Leipziger Straße, Liebigstraße 14, Club der
Republik, Insel der Jugend, Kunsthaus 54 usw.“

Weitere Infos: www.fuckparade.org