lotar

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Beiträge von lotar

Podiumsdiskussion: Die Krise denken!

Veranstaltung mit Andrea Fumagalli, Sandro Mezzadra, Judith Revel und Thomas Seibert

Wenn die Finanzkrise vorbei zu sein scheint, liegt das auch daran, dass sie längst zur Krise aller gesellschaftlichen Verhältnisse und damit des alltäglichen Lebens selbst geworden ist.

In der Linken wurde mit der Finanzkrise hierzulande große Proteste erwartet. Diese Proteste gab es so nicht oder fanden zu Themen statt die scheinbar wenig mit der Krise an sich zu tun haben – Bildungstreik, Stuttgart 21, Anti-Atomkraft. In Bezug auf den Proteste gegen das Sparpaket wurde aufgrund der schwächelnden Beteiligung die Schuld v.a. den DGB-Gewerkschaften gegeben.

Wir finden das zu kurz gedacht und meinen das die Analyse der Krise noch nicht gut genug betrieben wurde. In den aktivistischen Netzwerken edufactory und unimoade wird anders über die Krise nachgedacht, als es in der BRD üblich ist.

Dort stellt man sich zB die Frage: Was unterscheidet die erste große Krise des Postfordismus, deren Zeug_innen wir heute sind, eigentlich von denen des Fordismus?

Wo ist heute ein Proletariat zu finden, wie organisiert es sich, worum kämpft es, worum könnte es, worum müsste es kämpfen?

Ohne das wir „bei Null“ anfangen müssten, ist doch offenbar, dass solche Fragen mit einer am Fordismus gewonnenen, im Fordismus auch bewährten Kritik der politischen Ökonomie Mehr >

Hausprojekte statt Luxuslofts. Liebig14 verteidigen – Wir bleiben Alle!

Am 10.01.2011 ist für alle Wohnungen des Hausprojektes in der Liebigstraße 14 in Berlin-Friedrichshain ein schriftlicher Räumungsbescheid eingegangen, der am 02.02.2011 um 8:00 Uhr zur Vollstreckung angesetzt worden ist. Wir werden am Samstag, den 29. Januar, mit einer saftigen und wütenden Demo durch den Kiez tanzen und gegen die großspurig angekündigte gewaltsame Räumung der Liebig14 demonstrieren.

Hausprojekte, Wasserpreise, Mieterhöhungen, Krisenkapitalismus, Mediaspree, Clubschließungen – die Menschen organisieren auf allen Ebenen des städtischen Lebens Widerstand gegen die Zumutungen einer fantasielosen Stadtentwicklung, die vor lauter Grundrenditen, Parzellengewinnmargen und Häuser-Inwertsetzungen den Menschen überhaupt nicht kennt.

Die Liebig14 steht in diesem Rahmen für ein Experimentierlabor gemeinsamen Wohnens, das über all das hinaus schaut und unmittelbar auslebt. Eine geräumte Liebig14 würde so das Samariterviertel weiter nachhaltig veröden lassen. Das Hausprojekt muss deshalb erhalten bleiben.

Für die politischen Verantwortlichen und alle Abgeordnetenhausparteien machen wir den 2. Januar auch zum stadtpolitischen Scheideweg: Endgültig rein ins Modell „Asoziale Stadt“, in der innenstädtisches Wohnen und Zentralität zum Privileg vermögender Menschen wird oder den Kiez für Alle, die in ihm wohnen.

Es ist unser Recht auf Stadt! Und wir nehmen es uns.

[Dies ist noch kein Aufruf zur Demo, sondern ein fix hingebastelter Text. Plakat und Aufruf stehen auch noch nicht fest und folgen in Kürze. Mehr >

MEGASPREE-Infostand bei der TuneUp-Session

Es ist wieder soweit- die erste TuneUp Session im Jahr 2011! Und TuneUp im 9ten Session Jahr. Kommt vorbei und bringt eure Instrumente und offene Ohren mit. Jam dich aus dem Gefängnis frei.

Montag, 07.02.2011;21.00h; RawCLUB Revaler Strasse 99; Berlin – Friedrichshain

Soulkitchen- Session Opener- legendary TuneUp Session

Diesmal mit dabei:Hinterhof Hifi – Megaspree Info Tisch

Vorbereitungstreffen Demo „Jugend verschwindet“

Auch 2011 werden wir wieder auf die Strasse gehen (müssen) um für eine bessere Jugendarbeit in Berlin zu demonstrieren. Das nächste Vorbereitungstreffen „Jugend verschwindet“ findet am 20. Januar 2011 um 17:30 Uhr statt. Wir treffen uns im JC Linse, Parkaue 25, Nähe U + S Frankfurter Allee, um die Demo vorzubesprechen.

Kommt vorbei!

Mehr Infos: jugendverschwindet.blogsport.de/

Flyer aus dem letzten Jahr:

Wahlämter suchen noch etwa 800 Abstimmungshelfer

Volksentscheide wie der aktuelle Volksentscheid zu den Geheimverträgen scheint das Landeswahlamt an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit zu bringen. Derzeit suchen die Wahlämter in Berlin noch etwa 800 Abstimmungshelfer. Insgesamt werden rund 10 000 Personen den Volksentscheid in den Abstimmungslokalen am 13. Februar 2011 organisieren.

Ein Abstimmungsvorstand besteht aus dem Vorsteher, seinem Stellvertreter und drei bis sieben weiteren Mitgliedern. Einzige Voraussetzung für diese ehrenamtliche Tätigkeit ist die Wahlberechtigung zum Deutschen Bundestag.

Für die Tätigkeit als Abstimmungshelfer gibt es ein Erfrischungsgeld von 31,- EUR. Abstimmungshelfer, denen Freizeitausgleich gewährt wird, erhalten ein Erfrischungsgeld in Höhe von 21,- EUR.

Der größte Bedarf besteht derzeit vor allem an den Vorstehern, also den Chefs im Abstimmungslokal.

Erstmals nutzt die Berliner Landeswahlleiterin auch das Fahrgastfernsehen der Berliner U-Bahn „Berliner Fenster“ zur Werbung von Abstimmungshelfern. Von heute bis zum 14. Januar wird dort ein kurzer Spot mehrmals täglich ausgestrahlt.

Die Berliner Landeswahlleiterin, Dr. Petra Michaelis-Merzbach: „Wer noch beim Volksentscheid helfen möchte, sollte sich zügig beim Wahlhelfertelefon unter 90 21 21 21 oder im Internet, www.wahlen-berlin.de, melden. Dort gibt es auch weitere Informationen. Ich bin zuversichtlich, dass die fehlenden Plätze in den Abstimmungsvorständen schnell besetzt werden können.“

MEGASPREE empfiehlt: Wer in die Prozesse und Abläufe eine Wahl eingeführt oder auch am Wahl-Sonntag einen (sehr) kleinen Mehr >

MEGASPREE-Presseerklärung zum Räumungstermin der Liebigstr.14

Die Bewohner_Innen der Liebigstr. 14, einem der letzten Hausprojekte Berlins aus Anfang der 90er Jahre, teilen mit das ihnen zum 02.02.2011 um 8:00 Uhr ein Räumungsbefehl zugegangen ist.

MEGASPREE erklärt hierzu:

Linke Hausprojekte sind ein wichtiger und für Berlin authentischer Teil soziokultureller Ausprägung und Struktur. Hausprojekte sind ein Ausdruck alternativer Lebensvorstellungen und Hort kreativen Potenzials. Das „Plattmachen“ derartiger Projekte, die z.B. durch Kulturangebote, kostengünstigen Volxküchen (Vokü) und direkter politischer Auseinandersetzung ein wichtiges Scharnier zu linken Jugendkulturen darstellen, kann und darf nicht hingenommen werden.

Es gibt derzeit ein bedauerliches Manko im Baurecht. Für Relikte kultureller Leistungen aus der Vergangenheit, z.B. für eine Jugendstil-Fassade, gibt es eher einen Bestandsschutz als für kulturelle Einrichtungen der Gegenwart. Eine Stadt lebt jedoch nicht nur von den Fassaden und überlieferten Kunstwerken aus der Vergangenheit, sondern von der heute gelebten Kultur. Wird diese aus der Stadtmitte verdrängt, verödet dieselbe und verliert jenen Charme und jenes Flair, die sie sowohl für Bewohner als auch für Touristen attraktiv machen. Berlin muss auch in seiner Mitte bunt und vielfältig bleiben. Der Innenstadtbereich muss Platz für alle sozialen Milieus bieten und darf nicht nur dem Grau des Betons, dem Diktat des Kapitals oder gar dem Braun der politisch ewig Gestrigen preisgegeben werden. Mehr >